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Die hl. Maria Magdalena ist benannt nach dem Orte Magdala am See Genezareth. Bevor sich die junge Frau den Jüngern des Heilands anschloß, war sie von sieben Dämonen besessen. Nach ihrer Befreiung von den bösen Geistern schloß sie sich den Frauen an, die zusammen mit der Schar der Jünger dem Meister folgten.
Maria von Magdala wird traditionell identifiziert mit der großen Sünderin und der Schwester der Martha (29.7.) sowie des Lazarus von Bethanien. - Warum sie aber nach der Ortschaft Magdala benannt wurde, wenn sie mit ihren Geschwistern in dem Dorfe Bethanien lebte, darüber gibt es keine befriedigende Auskunft. Vielleicht war sie wegen ihres Lebenswandels von Hause fortgelaufen.
Maria von Magdala salbte den Heiland vor dessen Einzug in Jerusalem. Später stand sie mit der Muttergottes und der Mutter des jüngeren Jakobus (11.5.) unter dem Kreuz und war zugegen bei der Grablegung des Heilands .
Am Ostermorgen ging die Heilige zum Grabe und fand es leer. Nachdem sie Petrus (18.1., 22.2., 29.6., 1.8.) und Johannes (27.12., 6.5.) herbeigeholt hatte und diese wieder fortgegangen waren, verweilte die hl. Maria Magdalena noch immer beim Grabe. Da begegnete ihr der Auferstandene.
Der Legende nach landete die hl. Maria Magdalena zusammen mit ihren Geschwistern, dem hl. Maximinus , einem der zweiundsiebzig von Christus Ausgesandten , Maria Jacobi und Salome sowie zahlreichen anderen Christen vierzehn Jahre nach der Himmelfahrt des Heilandes in Massilia (vgl. 17.12.). - Maximinus soll es auch gewesen sein, der die drei Geschwister taufte.
Während sich Maria Jacobi und Salome in Arelate niederließen, wurde Lazarus Bischof der Stadt Massilia. Maria Magdalena lehrte die Heiden nur eine begrenzte Zeit den katholischen Glauben und wollte sich dann als Einsiedlerin zurückziehen. Verfolger rissen ihr die Kleider vom Leib, doch wurde sie auf ein Gebet hin durch ihr helles Haar vollständig eingehüllt (vgl. 21.1.). - Dreißig Jahre lebte sie in der Einöde von Palma nahrungslos. Engel hoben sie während ihrer Gebete gen Himmel empor. Schließlich begab sie sich zu Maximinus, dem Bischof von Aquae Sextiae . Sie suchte ihn am Ostertag (s. 7.4.) in der Frühe auf, als sonst kein Mensch in der Kirche war. Dort entschlief die hl. Maria Magdalena, nachdem sie kommuniziert hatte.
Teile der Reliquien der Heiligen konnten am Ende des 18. Jahrhunderts durch den Sakristan Joseph Bastide vor den französischen Revolutionären gerettet werden. |