10. März - Hl. 40 Märtyrer von Sebaste
Tagesheiliger

Am 10. März wird der hll. vierzig Martyrer von Sebaste gedacht. Sie dienten als Soldaten katholischen Glaubens im römischen Heer und wurden darum unter Kaiser Licinius (308 - 324), der den Osten des Imperiums regierte, grausam getötet.

Zwar hatte Licinius 313 zusammen mit Konstantin (306 - 337) das Mailänder Toleranzedikt erlassen, welches das katholische Christentum als erlaubte Religion anerkannte und gebot, der heiligen Kirche alles während der Verfolgungszeit geraubte Gut zurückzugeben (s. 10.12.). Doch schon bald darauf wandelte sich Licinius zum Gegner Konstantins und begann, die Christen in seinem Machtbereich wieder zu verfolgen (vgl. 1.4.). Erst der Sieg Konstantins über Licinius im Jahre 324 bereitete dieser Verfolgung ein Ende (vgl. 31.12.).

Die vierzig Martyrer von Sebaste gehörten alle derselben römischen Legion an, der zwölften; sie führte den Beinamen Fulminata, was etwa mit Donnerblitz wiederzugeben ist. Weil sie ihrem Glauben nicht abschwören wollten und das Götzenopfer verweigerten, wurden die Vierzig zu Sebaste in Kleinarmenien während einer eiskalten Winternacht nackt auf einen zugefrorenen Teich geführt. In der Nähe befand sich eine beheizte Badestube, die zum Abfall verleiten sollte. Gegenseitig ermunterten sich die Martyrer, dem Glauben treu zu bleiben bis in den Tod. Einer der Vierzig wurde dennoch schwach. Doch wunderbarer Weise nahm seine Stelle einer der Wachsoldaten ein, so daß die Zahl vierzig wiederhergestellt wurde. - Übrigens soll der Abtrünnige beim Betreten der warmen Badestube tot umgefallen sein.

Diesen vierzig Blutzeugen, die am nächsten Morgen fast erfroren waren, wurden die Knochen zerschlagen, und dann verbrannte man sie auf einem Scheiterhaufen. Ihre Überreste sollten ins Wasser geworfen und so vernichtet werden, doch konnten fromme Christen sie bergen. Teile der kostbaren Reliquien wurden an Gemeinden in vielen römischen Provinzen gesandt, damit die Gläubigen auch dort Anteil erhielten an dem herrlichen Zeugnis, das die Vierzig abgelegt hatten. - Die vierzig heiligen Soldaten mögen um 320 gelitten haben, also wenige Jahre nach dem heiligen Bischof Blasius von Sebaste (3.2.).


 

 
 
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